Hessen vernetzt
 
 
Startseite
normale Schrift einschaltengroße Schrift einschaltensehr große Schrift einschalten
Link verschicken   Druckansicht öffnen
 

Durchführung

Mit dem Patienten wird das für ihn beste Anästhesieverfahren in Abhängigkeit von dem operativen Eingriff besprochen.

 

Zur Anästhesie sind unterschiedliche Voruntersuchungen erforderlich, die in der Regel von Hausarzt durchgeführt werden.

 

Bei allen Formen der Anästhesie müssen Nüchternheitsgrenzen eingehalten werden.

 

Möglichkeiten der Schmerzausschaltung –Möglichkeiten der Anästhesie

Bei einer Vollnarkose bekommt der Patient über eine Venenverweilkanüle Schlaf- und Schmerzmittel gespritzt und in einen schlafähnlichen Zustand versetzt. Während der Narkose werden die wichtigen Lebensfunktionen wie Atmung, Sauerstoffgehalt des Blutes, Herzfrequenz und Blutdruck permanent überwacht. Bei besonderen Patientengruppen werden auch die Hirnströme mit einem EEG überwacht und so kann eine auf die Erfordernisse des Patienten und die Operation abgestimmte Narkose durchgeführt werden.

 

Die Narkose bei Kindern erfordert viel Erfahrung. Damit die Kinder durch das Vorgehen nicht geängstigt werden sollten die Eltern ihren Kindern in kindgerechter Sprache erzählen was auf sie zukommt. Die Anästhesie wird in gleicher Weise wie bei Erwachsenen durchgeführt. Die Eltern können in der Regel so lange bei ihren Kindern bleiben, bis diese eingeschlafen sind.

 

Bei der axilläre Plexusanästhesie werden in der Achselhöhle die Nerven mit einem lokalen Betäubungsmittel betäubt, die einen Teil des Oberarms, den Unterarm und die Hand versorgen.

 

Dadurch kann der operative Eingriff am Arm in völliger Schmerzlosigkeit durchgeführt werden.

 

Bei der i.v. Regionalanästhesie wird über eine im Handrücken/ Fußrücken liegende Venenverweilkanüle ein lokales Betäubungsmittel gespritzt. Damit das Lokalanästhetikum im Arm/ Bein bleibt wird an den Oberarm/ Oberschenkel eine Druckmanschette gelegt und aufgepumpt, durch die der Blutfluss aus dem Arm/ Bein in den Körper verhindert wird. Nach einer kurzen Wartezeit (ca. 15 Min.) ist dann der Arm/ Bein lokal betäubt und Eingriffe können vorgenommen werden. Zusätzlich zu den Regionalanästhesien kann ein Dämmerschlaf durchgeführt werden.

 

Der Dämmerschlaf kann auch dann erforderlich werden, wenn ein operativer Eingriff in Lokalanästhesie durchführbar ist, aber der Patient gegen äußere Einflüsse abgeschirmt werden soll. Durch Gabe von Beruhigungsmitteln sinken Blutdruck und Herzfrequenz, das Zeitgefühl verändert sich. Der Patient ist entspannt. Dabei bleiben Atmung und Reflexe wie Husten oder Abwehrreflexe erhalten.

 

Nach der Anästhesie

Nach allen Formen der Anästhesien und nach dem Dämmerschlaf wird der Patient im Aufwachraum betreut.

 

Neben der Überwachung von Herzfrequenz, Blutdruck und dem Sauerstoffgehalt im Blut bekommt der Patient etwas zu trinken und eine Kleinigkeit zu essen, um sich schnell und gut von der Operation und der Anästhesie zu erholen. Nach einer Anästhesie/ Dämmerschlaf ist der Pat. nicht geschäftsfähig, er darf nicht am öffentlichen Strassenverkehr teilnahmen. Deshalb muss eine Vertrauensperson den Patienten abholen und ihn die nächsten 24 Stunden zu Hause betreuen.

 

Die vom Berufverband der Anästhesisten (BDA) und der Dt. Gesellschaft für Anästhesie und Intensivmedizin (DGAI) geforderten Standards werden immer eingehalten. Dazu gehört auch die Durchführung der Anästhesie mit einer Fachkrankenschwester.